Talent trifft Berufe

Auch Kondition gehört zum Berufsbild eines Werkfeuerwehrmanns/-frau dazu.
Jugendliche bei der praktischen Arbeit

Talent trifft Berufe 2012 in Höchst und in Michelstadt

 

Höchst /Michelstadt ◊ Schulabschluss - und was kommt danach? Vielen Schülerinnen und Schülern stellt sich die Frage. Nicht jeder junge Mensch weiß bereits, wo sein beruflicher Weg hinführen wird und welche Berufsrichtung eingeschlagen werden soll. Unterstützung bietet hierbei der Odenwaldkreis für die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangs- und Förderstufen. ,,Talent trifft Berufe", unter diesem Motto fand die diesjährige handlungsorientierte Berufsinformationsveranstaltung statt, die bereits vergangenes Jahr veranstaltet wurde und letzt-wie diesjährig viel positive Resonanz erfuhr.

An zwei Tagen hatten über 800 Jugendliche aus sieben Schulen und Bildungsträgern im Odenwaldkreis die Möglichkeit, sich einen Einblick in 35 verschiedene Berufsbilder zu verschaffen. Die beiden Veranstaltungen, die im Bürgerhaus Höchst und in der Odenwaldhalle in Michelstadt stattfanden, wurden vom Netzwerk Übergang Schule-Beruf im Odenwaldkreis organisiert. Das Netzwerk ist Teil der hessenweiten Strategie OloV (Hessischer Ausbildungspakt) und setzt deren Qualitätsstandards um.

Zwanzig Betriebe boten an den beiden Veranstaltungstagen den angehenden Auszubildenen die Möglichkeit, sich über praktische Übungen sich einen Einbick in die unterschiedlichsten Berufe zu verschaffen und sie dabei zu unterstützen, eigene Fähigkeiten und Stärken zu erkennen. Die Fachleute wiederum präsentierten ihre Ausbildungsberufe in einer ungezwungenen Arbeitsatmosphäre und machten den potentiellen Auszubildenen deutlich, worauf es in den einzelnen Berufsbildern ankommt.

Technische Berufe wie Verfahrensmechaniker/in, Mechatroniker/in, Maler und Lackierer/in, Elektroniker/-in oder Chemielaborant/-in standen zur Auswahl. Wer sich für die Bürokommunikation interessierte, der hatte Gelegenheit, sich über die beruflichen Möglichkeiten als Verwaltungsfachangestellte/r, Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen oder als Sozialversicherungskaufmann/-frau informieren zu lassen. Auch die medizinischen Berufe wie Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Physiotherapeut/-in, Altenpfleger/-in, Ergotherapeut/-in oder tiergestützte/r Therapeut/-in waren sehr gefragt. Einige Schülerinnen und Schüler konnten sich einen Werdegang als Mediengestalter/-in vorstellen, andere zogen eine Ausbildung zum Werksfeuermann/-frau in Betracht.

,,Es geht darum, die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Jugendlichen und jungene Erwachsenen zu erkennen und zu fördern", erklärte der Erste Kreisbeigeordnete des Odenwaldkreises Oliver Grobeis, der die Auftaktveranstaltung in Höchst gemeinsam mit Bürgermeister Horst Bitsch und Maria Zeitler eröffnete. ,,Die Entscheidung der Berufswahl beeinflusst euer zukünftiges Leben", wandte er sich an die anwesenden Jugendlichen. ,,Nehmt daher dieses umfangreiche Angebot der Ausbildungsbetriebe an". Maria Zeitler, die als Koordinatorin des Netzwerks Übergang Schule-Beruf maßgeblich an der Realisierung des Projektes beteiligt war, dankte allen Helfern  für die Unterstützung. "Dieser Tag ist speziell für euch, denn ihr seid wichtig", wandte sie sich in ihrer Rede an die Schülerinnen und Schüler. Auch der Michelstädter Bürgermeister Stephan Kelbert richtete zur Eröffnung der zweiten Veranstaltung eindringliche Worte an die Jugendlichen und wies auf die Chancen dieser praktisch orientierten Veranstaltung hin.

Bereits im Vorfeld wurde eine intensive Vor- und Nachbereitung an den Schulen und bei den Bildungsträgern vorgenommen und die Jugendlichen sollten sich vorher entsprechend über die Ausbildungsberufe und die Firmen infomieren. Drei Berufsbilder standen dann für jeden zur Auswahl, die in einem zwanzigminütigen rotierenden Durchlauf aktiv bearbeitet werden konnten. Vielen wurde gerade bei kurzen praktischen Übungen bereits bewusst, dass das Bild ihres Wunschberufes nicht mit der Wirklichkeit zu vergleichen war und stießen bereits an ihre Grenzen. Andere stellten fest, dass ihre Erwartungen in ganz andere Richtungen gingen. Manche jedoch gingen sehr unbefangen an die Berufsbilder heran und stellten den anwesenden Firmen intensive Fragen, wobei sich der ein oder andere bereits positiv seinem vielleicht zukünftigen Arbeitgeber empfahl. Als Fazit nahmen die Schülerinnen und Schüler viele positive Eindrücke und Anregungen für ihre zukünftige Berufswahl mit.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Betriebe, die den praktischen Ansatz sehr begrüßten, wollen auch bei der nächsten Veranstaltung wieder dabei sein und weitere Firmen unterschiedlichster Branchen ermuntern dazu zu kommen.

 

Talent trifft Berufe 2011 in Höchst

 

Bei der Veranstaltung "Talent trifft Berufe", die vom Netzwerk Übergang Schule-Beruf im Odenwaldkreis organisiert wurde und in das Projekt OLoV (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen) eingebunden ist, stellten zahlreiche Firmen aus dem Kreisgebiet die unterschiedlichsten Berufsbilder vor.

Das Netzwerk Übergang Schule - Beruf im Odenwaldkreis ist ein Zusammenschluss der unterschiedlichsten Mitglieder, die sich alle aktiv für die Verbesserung der beruflichen Eingliederungsstrukturen für Jugendliche engagieren. Das Ziel der Veranstaltung war es, den Jugendlichen einen Einblick in die Berufswelt erfahrbar machen und eine aufeinander abgestimmte Berufsorientierung für Jugendliche im Odenwaldkreis langfristig effektiver zu gestalten.Für die rund zwanzig teilnehmenden Firmen wiederum bot sich die Möglichkeit, Kontakte mit den Jugendlichen zu knüpfen, die Interesse signalisieren und später eine Ausbildung im entsprechenden Betrieb anstreben.

Diese Veranstaltung war die zweite ihrer Art, die erste wurde bereits am 29.März in der Odenwaldhalle Michelstadt durchgeführt. Landrat Dietrich Kübler wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass der Fachkräftemangel von allen kreative Ideen erfordert, um den Wirtschaftsstandort Odenwaldkreis zu sichern. "Die Herausforderungen der nächsten Jahre können wir nur gemeinsam schaffen, packen wir es an", forderte er die Anwesenden auf.

"Man bekommt im Leben nichts geschenkt, wir jedoch schenken euch Zeit und Aufmerksamkeit", sagte Maria Zeitler, Koordinatorin des Netzwerks Übergang Schule- Beruf in ihrer Begrüßungsrede. "Wir freuen uns, wenn ihr dieses Geschenk annehmt und es veredelt, indem ihr diese Zeit nutzt und etwas für Euch tut".

Diesen Ratschlag befolgten die Schülerinnen und Schüler der vier teilnehmenden Schulen: Carl-Weyprecht-Schule, die Georg-August-Zinn-Schule, die Ernst-Goebel-Schule sowie die Georg-Ackermann-Schule. In jeweils einer halben Stunde durchliefen die Jugendlichen vier bis fünf Berufsbilder, deren Inhalte ihnen anhand von einem kurzen theoretischen Teil erklärt und an praktischen und praxisbezogenen Beispielen nähergebracht wurden. Im Vorfeld bereits wurde eine intensive Vor- und Nachbereitung an den Schulen und bei den Bildungsträgern vorgenommen und die Jugendlichen sollten sich vorher entsprechend über die Ausbildungsberufe und die Firmen informieren.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Möglichkeit, sich Informationen über die Berufsbilder des Altenpflegers sowie der medizinischen Fachangestellten, Verfahrensmechaniker oder Mechatroniker, Maschinenbauer, Maler- und Lackierer, Rettungsassistent, Sozialversicherungs- oder Bürokauffrau oder auch als Mediengestalter einzuholen. Mit viel Energie und Dynamik wurde geschraubt, gehämmert, gemalt oder am PC gestaltet. Manche stießen bereits hier an ihr Grenzen, einerseits weil ihnen das Berufsbild letztendlich doch nicht zusagte und andererseits, weil die Erwartungen in eine ganz andere Richtung gingen. Andere jedoch konnten sich für viele Dinge erwärmen und nahmen neue Berufsbilder mit in ihre Zukunftsplanung auf, die bisher noch nicht in Frage kamen.

Am Ende der Veranstaltung hatten die Schüler die Möglichkeit, anhand einer Zielscheibe eine Bewertung der Veranstaltung abzugeben und die meisten der Jugendlichen konnten viele positive Erfahrungen für ihr zukünftiges Berufsleben mitnehmen.

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen