Kurzzeit-, Ausfuhr-, Saison-, Oldtimer-, Wechsel- u E-Kennzeichen

Kurzzeitkennzeichen

Wenn Sie ein Fahrzeug überführen oder eine Probefahrt mit einem Fahrzeug machen möchten, benötigen Sie ein Kurzzeitkennzeichen. Sie benötigen folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Pass mit Meldebescheinigung des Antragstellers
  • elektronische Versicherungsbestätigung (EVB-Nr.)
  • bei Erledigung durch Dritte: Vollmacht und gültiger Personalausweis oder Pass der bevollmächtigten Person
  • Fahrzeug muss bekannt sein, d.h. es müssen die Fahrzeugpapiere (ZB I oder Fzg.schein), oder die erteilte Typgenehmigung (Betriebserlaubnis) vorliegen (Kopie reicht).
  • Es muss eine gültige Hauptuntersuchung und soweit erforderlich eine gültige Sicherheitsprüfung nachgewiesen werden (Kopie reicht).
  • Wenn für das Fahrzeug keine gültige HU oder Sicherheitsprüfung nachgewiesen werden kann, dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Zulassungsbezirk durchgeführt werden. Wird dem Fahrzeug bei der Untersuchung kein Mängelfreiheit bescheinigt, dürfen auch Fahrten zur Reparatur im Zulassungsbezirk oder angrenzenden Kreis durchgeführt werden. Die Beschränkungen sind im Fahrzeugschein des Kurzzeitkennzeichens zu vermerken.

 

Ist das Fahrzeug jedoch Verkehrsunsicher (VU) eingestuft, darf kein Kurzzeitkennzeichen verwendet werden, bzw. auch nicht mehr bewegt werden!

 

Wenn für das Fahrzeug keine Betriebserlaubnis vorhanden ist, dürfen nur Fahrten die im Zusammenhang mit der Erlangung der Betriebserlaubnis zur nächstgelegen Begutachtungsstelle innerhalb des Zulassungsbezirkes oder einem angrenzenden Zulassungsbezirk durchgeführt werden. Auch diese Beschränkung ist im Fahrzeugschein einzutragen. Nach erfolgter Erteilung der Betriebserlaubnis kann die Beschränkung gelöscht werden.

 

Wird das Kurzzeitkennzeichen auf eine „ausländische Adresse“ beantragt, so ist im Antrag ein Empfangsberechtigter zu benennen.

 

 

Ausfuhrkennzeichen

Wenn Sie ein Fahrzeug ins Ausland verbringen wollen, benötigen Sie ein sogenanntes Ausfuhrkennzeichen.

Hierzug muss das Fahrzeug mit gültiger Hauptuntersuchung bei der Zulassungsbehörde vorgeführt werden.

Desweiteren benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Versicherungsbestätigung für eine internationale Zulassung
  • bei außer Betrieb gesetzten Fahrzeugen: Zulassungsbescheinigung Teil II/Fahrzeugbrief, Zulassungsbescheinigung Teil I/Fahrzeugschein
  • bei angemeldeten Fahrzeugen: Zulassungsbescheinigung Teil II/Fahrzeugbrief, Zulassungsbescheinigung Teil I/Fahrzeugschein und Kennzeichenschilder
  • SEPA-Lastschriftmandat
  • Pass oder gültiger Personalausweis
  • bei Erledigung durch Dritte: Vollmacht und gültiger Personalausweis oder Pass der bevollmächtigten Person
  • gültiger Hauptuntersuchungsbericht

 

Wird das Kurzzeitkennzeichen auf eine „ausländische Adresse“ beantragt, so ist im Antrag ein Empfangsberechtigter zu benennen.

 

Saisonkennzeichen

Ein Saisonkennzeichen ist nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gültig. Sie wählen einen Monatszeitraum (mindestens zwei Monate, höchstens elf Monate) aus, in dem Ihr Fahrzeug auf öffentlichen Straßen zugelassen ist. Die Zulassungsdauer wird auf der rechten Kennzeichenhälfte eingeprägt und zwar so, dass die Ziffer oben den Beginn des Zulassungszeitraumes angibt und die untere Ziffer das Ende. Das Fahrzeug ist immer für volle Monate zugelassen, d.h. vom ersten bis zum letzten Tag des Monats. Außerhalb des gültigen Saisonzeitraumes darf das Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum weder genutzt noch abgestellt werden.

Saisonkennzeichen werden häufig bei Krafträdern, Wohnmobilen, Anhängern und Cabrios genutzt.

Folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nr.)
  • gültiger Personalausweis oder Pass (mit Meldebescheinigung) der Fahrzeughalterin / des Fahrzeughalters
  • SEPA-Lastschriftmandat
  • bei Firmen: Bescheinigung des Gewerbeamtes und Handelsregisterauszug
  • bei Vereinen: Auszug aus dem Vereinsregister
  • bei Erledigung durch Dritte: Vollmacht und gültiger Personalausweis oder Pass der bevollmächtigten Person
  • bei minderjährigen Fahrzeughaltern: schriftliche Einwilligung und gültige Personalausweise beider Erziehungsberechtigten
  • Kennzeichenschilder (bei zugelassenem Fahrzeug)

 

 

Oldtimerkennzeichen

Als Oldtimer werden Fahrzeuge bezeichnet, die vor mindestens 30 Jahren erstmals zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen wurden und vornehmlich zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes eingesetzt werden. Die Oldtimerfahrzeuge benötigen ein entsprechendes Gutachten vom TÜV. 

Oldtimerfahrzeuge bekommen auf dem Kennzeichen dann ein „H“ hinter die Buchstaben-Ziffern-Kombination geprägt.

Um ein Fahrzeug als Oldtimer anzumelden, sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Gutachten gemäß § 23 StVZO des TÜV
  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
  • bei außer Betrieb gesetzten Fahrzeugen: elektronische Versicherungsbestätigung(eVB-Nr.)
  • bei angemeldeten Fahrzeugen: Kennzeichenschilder
  • gültiger Personalausweis oder Pass (mit Meldebescheinigung) der Fahrzeughalterin / des Fahrzeughalters
  • SEPA-Lastschriftmandat
  • bei Firmen: Bescheinigung des Gewerbeamtes und Handelsregisterauszug
  • bei Vereinen: Auszug aus dem Vereinsregister
  • bei Erledigung durch Dritte: Vollmacht und gültiger Personalausweis oder Pass der bevollmächtigten Person

 

 

Wechselkennzeichen

Ein Wechselkennzeichen kann für 2 Fahrzeuge einer Fahrzeugklasse zugeteilt werden, es darf jedoch zur gleichen Zeit nur an einem von diesen Fahrzeugen geführt werden.

Das Wechselkennzeichen besteht

  • aus einem gemeinsamen vorangestellten Kennzeichenteil, der mit der Zulassungsplakette am jeweils genutzten Fahrzeug angebracht wird, und
  • einem kurzen fahrzeugbezogenen Kennzeichenteil, der mit der HU-Plakette am jeweiligen Fahrzeug fest angebracht wird und die letzte Ziffer des zusammengesetzten Kennzeichens darstellt.

Mit dieser Regelung wird erreicht, dass das Fahrzeug, mit dem am Straßenverkehr teilgenommen wird, ein vollständiges Kennzeichen führt. Das Fahrzeug, mit dem gerade nicht am Verkehr teilgenommen wird, bleibt als Kfz mit Wechselkennzeichen identifizierbar, da auf dem fahrzeugbezogenen Kennzeichenteil auch die Buchstaben-Zahlen-Kombination des gemeinsamen Teils in Kleinschrift wiedergegeben ist.
Wechselkennzeichen werden je nach Anbringungsfläche als einzeilige, zweizeilige und Kraftradkennzeichen ausgeführt. Die Ausführung eines verkleinerten zweizeiligen Leichtkraftradkennzeichens als Wechselkennzeichen ist nicht möglich.

Voraussetzungen:

Die Fahrzeuge fallen in die gleiche Fahrzeugklasse.

Möglich ist das Wechselkennzeichen für:

Klasse M1: Kfz zur Personenbeförderung mit höchstens 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz

Klasse L: Krafträder, vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge und vierrädrige Kraftfahrzeuge bis 550 kg Leermasse, ohne Masse der Batterien bei Elektrofahrzeugen und maximaler Nutzleistung bis 15 kW

Klasse O1: Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse

Es ist nicht zulässig, ein Wechselkennzeichen für einen Pkw und ein Motorrad zu verwenden oder mehr als 2 Fahrzeuge auf ein Wechselkennzeichen zuzulassen.

Ausgeschlossen vom Wechselkennzeichen sind:

  • Saisonkennzeichen
  • Rote Kennzeichen
  • Kurzzeitkennzeichen
  • Ausfuhrkennzeichen

Fahrzeuge mit "H-Kennzeichen" sind hingegen für das Wechselkennzeichen zugelassen.
 

Welche Unterlagen werden benötigt:

  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
  • elektroniche Versicherungsbestätitung (eVB-Nummer); für jedes Fahrzeug eine
  • gültiger Personalausweis oder Pass (mit Meldebescheinigung), der Fahrzeughalterin/ des Fahrzeughalters
  • SEPA-Lastschriftmandat
  • Bei Erledigung durch dritte: Vollmacht und Personalausweis oder Pass des Bevollmächtigten
  • Bei bereits zugelassenen Fahrzeugen sind außerdem die bisherigen Kennzeichen mitzubringen.
     

 

E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge

Mit einem E-Kennzeichen versehene Fahrzeuge dürfen, soweit die Straßenverkehrsbehörden entsprechende Regelungen erlassen haben Parkplätze an Ladesäulen, entsprechend gekennzeichnete kostenlose Parkplätze , Ausnahmen von Zu- und Durchfahrtsbeschränkungen und einzelne Busspuren für gekennzeichnete Fahrzeuge nutzen.

 

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KFZ-Zulassungsbehörde (Tel. 06062 70-350) zur Verfügung.

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen