Hospiz- und Palliativversorgung

Der erkrankte Mensch und seine Angehörigen werden hier nicht allein gelassen und stehen im Mittelpunkt des Geschehens mit all ihren Sorgen und Ängsten. Der Begriff „Hospiz“ steht für ein umfassendes Konzept einer speziellen Pflegeeinrichtung, die Sterbende im Sinne einer ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung umfassend versorgt. Der Prozess des Sterbens wird als Teil des Lebens betrachtet.

 

Die Betreuung geschieht in der Regel zu Hause, in einem Alten- und Pflegeheim oder ggf. auch im Krankenhaus durch ausgebildete Hospizkräfte.

 

Mit dem Bau einer stationären Hospiz-Einrichtung für die Bewohner des Odenwaldkreises wurde durch die Spende des Stifters Walter Wasserbäch vom Rotary Club Erbach-Michelstadt eine Lücke in der Palliativ-Versorgung im Odenwaldkreis geschlossen. Mit dem Neubau, der den Namen des Stifters tragen wird, wurde im Dezember 2016 mit dem obligatorischen Spatenstich begonnen.

Das Gebäude wird mit seinen acht Zimmern und weiteren Versorgungsräumen auf dem Gelände des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis (GZO) GmbH in Erbach entstehen.

 

Von der Hospiz-Initiative wurde ein tragfähiges Betreiberkonzept entwickelt, welches in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum, dem Landkreis und seinen Kommunen den Betrieb der Einrichtung für die Anfangsjahre finanziert und somit auch nach geplanter Eröffnung 2018 die Voraussetzungen für sein Fortbestehen sichert.

 

Rotary-Hospiz
Albert-Schweitzer-Straße 20
64711 Erbach
Internet: www.gz-odw.de

Hospiz-Initiative Odenwald e.V.
Albert-Schweitzer-Straße 20
64711 Erbach
Tel.: 06062 798000
Mobil: 0160 99090963
Fax: 06062 798001
E-Mail: kontakt@hospiz-initiative-odenwald.de
Internet: www.hospiz-initiative-odenwald.de

 

Sozialstation Höchst e. V.
Groß-Umstädter Straße 6
64739 Höchst i. Odw.
Telefon: 06163 4433
Fax: 06163 82126
E-Mail: info@sozialstation-hoechst.de
Internet: www.sozialstation-hoechst.de

 

Hospizgruppe „Südlicher Odenwald“
Odenwälder Landstraße 1
64760 Oberzent (Rothenberg)
Tel.: 06275 912049
Mobil: 0171 1240788
Fax: 06275 1362
E-Mail: info@hospizgruppe-odw-sued.de
Internet: www.hospizgruppe-odw-sued.de

 

Ökumenischer Hospizverein Vorderer Odenwald e.V.
St.-Péray-Straße 9
64823 Groß-Umstadt
Tel.: 06078 759047
Fax: 06078 759305
E-Mail: kontakt@hospizverein-vorderer-odenwald.de
Internet: www.hospizverein-vorderer-odenwald.de

 

Hospizverein Eberbach Schönbrunn e.V.
Schulstraße 2
69412 Eberbach

Telefon: 0176 – 99 05 60 60
E-Mail: info@hospizarbeit-in-eberbach.de
Homepage: www.hospizarbeit-in-eberbach.de

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Ziel der Palliativversorgung ist vor allem, die Symptomlast beziehungsweise die Schmerzen der Patienten zu lindern, die Lebensqualität zu steigern und so die verbleibende Zeit so wür-devoll, wie möglich zu gestalten.

Die Versorgung von schwer- und schwerstkranken Personen wurde durch das Palliativnetz Bergstraße GbR Ende 2017 erstmals durch ein eigenständiges Team für den Odenwaldkreis angegangen. Die SAPV Versorgung ist seit 2004 mit seinen Richtlinien ein relativ junges Spezialgebiet der Medizin. Die Anspruchsvoraussetzungen richten sich an Menschen mit nicht heilbaren, fortschreitenden bzw. fortgeschrittenen Erkrankungen, die nur noch eine ge-ringe Lebenserwartung haben. (§37 SGB V SAPV) Dabei steht die Selbstbestimmung der Person immer an erster Stelle der Institution, d.h. es wird niemand versorgt, wenn er es nicht will. In der Regel kommt das Team nach Kontaktaufnahme innerhalb der nächsten Tage und spricht die weitere Versorgung mit den Pflegekräften/Angehörigen oder der Pflegeeinrichtung vor Ort ab. Die Versorgung der Betroffenen ist sowohl ambulant als auch stationär möglich.  Da es sich um eine besonders aufwendige und oftmals kurzfristige Versorgung handelt und möglicherweise kurzfristige Anpassungen der Verordnung notwendig sind, ist die Beratung und Koordination ein Teil der Herausforderung an das gesamte Palliativteam. Dieses besteht sowohl aus spezialisierten palliativärztlichen als auch palliativpflegerischen Fachkräften, die in der Regel eine 24 Stunden Notrufbereitschaft vorhalten.

Der Hausarzt des Versicherten sollte in der Behandlung immer beteiligt sein. Die Kosten können bei entsprechender Notwendigkeit durch die Krankenkassen übernommen werden. Die Verordnung kann nicht rückwirkend ausgestellt werden und ist von einem Arzt (ggf. auch Notfallarzt, Facharzt oder eben Hausarzt) auszufüllen und vom Patienten zu unterschreiben.

Kontakt:
Palliativnetz Bergstraße GbR
Außenstelle Odenwaldkreis
Schöneberger Weg 1a
64711 Erbach
Telefon: 06062 2677974
Fax: 06062 9189379

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen