Aktuelle Berichte

    Im Dezember etwas mehr Arbeitslose im Odenwaldkreis

    Im Dezember 2018 ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im Odenwaldkreis auf 2.174 gestiegen. Das sind 81 mehr als im November. Für einen Dezember ist dies die geringste Anzahl an Arbeitslosen seit über 10 Jahren. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 Prozent. Der Anstieg ist saisonal bedingt und in beiden Rechtskreisen – Sozialgesetzbuch (SGB) II und III – zu erkennen. Allerdings ist er im Bereich des SGB III mit 64 Personen größer als im Bereich des SGB II.

     

    Betrachtet man die einzelnen Personengruppen, ist der Anstieg bei den arbeitslosen Mitbürgern ohne deutschen Pass am größten. Ihre Zahl stieg um 30 auf 776. Doch auch bei anderen Personengruppen wird die saisonale Entwicklung deutlich: Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen stieg von 970 im November auf 995 und bei den Älteren ab 50 Jahren wurde ein Anstieg um 17 auf 787 verzeichnet. Selbst die Zahl der jungen Arbeitslosen von 15 bis 24 Jahren erhöhte sich leicht um neun auf 253.

     

    Das Kommunale Job-Center des Odenwaldkreises betreute im Dezember 2.452 Bedarfsgemeinschaften – 17 mehr als im November des Jahres, aber 173 weniger als im Dezember 2017. In den Bedarfsgemeinschaften leben aktuell 5.283 Personen, darunter 2.676 Frauen und 2.607 Männer mit Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II.

     

    Im Bereich der Agentur für Arbeit Erbach waren im Dezember 858 Odenwälder arbeitslos gemeldet; 64 mehr als im November und 15 mehr als noch im Dezember 2017. Im Januar wird durch auslaufende Verträge zum Jahresende sowie saison- beziehungsweise witterungsbedingt mit einer weiteren Zunahme der Arbeitslosenzahlen gerechnet werden müssen.

     

    Die Zahl der Arbeitsuchenden hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat 1.641 auf 1.780 (+8,5 %) erhöht. Ursächlich dafür ist insbesondere die Schließung des Werkes eines Zulieferers der Automobilindustrie in Breuberg.

     

    Für den Dezember sind im Odenwaldkreis 488 freie Arbeitsstellen gemeldet. Die offenen Stellen verteilen sich unter den ersten drei Plätzen auf die Berufsbereiche Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (187), gefolgt von kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (72) sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (60).

     

    Mit der Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent liegt der Odenwaldkreis unter der hessischen Quote von 4,3 Prozent. Auch im südhessischen Vergleich, in dem die Quoten zwischen 3,4 Prozent an der Bergstraße und 4,7 Prozent in der Stadt Darmstadt liegen, positioniert er sich im vorderen Bereich.


    07.01.2019


    LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen