Tod im Landratsamt

Im Blick: Besucher der Vernissage schauen sich im Landratsamt das Bild „Rot...Tat…tot. Ein mörderisches Märchen“ von Ruby De Lorenzi-Zeppenfeld an.

Die traditionelle Gemeinschaftsausstellung von Odenwälder Künstlern im Landratsamt befasst sich dieses Mal mit den Abgründen des Menschen: wenn er Leben zerstört statt es zu erhalten. „Mörderische Kunst“ ist die Schau mit 48 Werken von 15 Kunstschaffenden überschrieben, die bis zum 24. Januar 2020 geöffnet ist. Landrat Frank Matiaske hat sie am Mittwochabend eröffnet.

 

Die Ausstellung steht thematisch im Zusammenhang mit dem Krimi-Schreibwettbewerb, den der Odenwaldkreis unter dem gleichnamigen Titel im nächsten Jahr ausrichtet. „So verbinden wir Literatur und bildende Kunst miteinander“, sagte Matiaske. Er dankte allen Künstlerinnen und Künstlern, die an der Ausstellung mitwirken. „Sie haben sich auf ihre je eigene Weise mit dem Motto auseinandergesetzt, so dass eine spannende und vielfältige Schau entstanden ist“, sagte er.

 

Darauf wies auch die Kulturmanagerin des Kreises, Ute Naas, hin: „Zu sehen sind Werke über geschichtsträchtige Morde, Morde an der Seele, die Tötung von Tieren und der ,Mord am Odenwald‘, wie ihn die Künstler sehen. Für ihre Werke haben sie verschiedene Techniken verwendet, zum Beispiel Acryl-Collage, Aquarellmalerei, Fotografie und Papierkunst.“

 

Naas rät den Besuchern, sich die Bilder und Skulpturen genau anzusehen, „denn es sind viele Details versteckt, die man sonst übersieht“. Die Schau wecke viele Emotionen, denn sie provoziere, sei gefühlvoll, aber mitunter auch brutal – wobei nicht in erster Linie Mordtaten gezeigt würden, sondern deren Kontexte.

 

An der Ausstellung wirken folgende Künstlerinnen und Künstler mit: Margarete Gerbig (Bad König), Sëping (Sybille Berger-Jenisch), W (Wolfgang Jenisch) und Barbara Hawlitzki (alle drei aus Erbach), Annette Büttner, Manfred Seifert und Heide Schmidt-Zitzmann (alle drei aus Michelstadt), Gerhard Menzer, Bernd Wittelsbach und Monika Hurka (alle drei aus Breuberg), Edel Maas (Oberzent), Ruby de Lorenzi-Zeppenfeld und Sabine Kwan (beide aus Mossautal) und Andreas Schmitt (Reichelsheim). Zu sehen ist außerdem auch ein Werk des 1993 in Erbach verstorbenen Künstlers Franz Neundlinger.

 

Es ist die zehnte Gemeinschaftsausstellung, die der Odenwaldkreis im Landratsamt zeigt. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Lovis Weller und Peter Martin von der Musikschule Odenwald.

 

Die Ausstellung kann während den Öffnungszeiten des Landratsamtes (montags, dienstags und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr sowie donnerstags von 8.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.30 Uhr) besucht werden. Darüber hinaus können Besichtigungstermine mit Ute Naas vom Kulturmanagement unter der Telefonnummer 06062 70-217 oder E-Mail-Adresse u.naas@odenwaldkreis.de vereinbart werden.

 

 

 

 


29.11.2019


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