Odenwaldkreis modernisiert Heizungskontrolle an Schulen

Kleine Geräte mit großer Wirkung: Wilfried Schulz, Schulleiter des BSO, und Stefanie Horchler, Regionalmanagement der Entega AG, halten die Vorrichtungen in der Hand, mit denen der Füllstand des schuleigenen Heizöltanks gemessen und übertragen werden kann. Beim Start dieses Pilotprojekts sind mit dabei (von links): Michael Steiner, Entega AG, sowie Frank Slawik, Klimaschutzmanager des Odenwaldkreises, und Dieter Erzgräber, der Objektverantwortliche beim kreiseigenen Bau- und Immobilienmanagement.

Der Odenwaldkreis will mit Hilfe einer neuen Technik die Heizungssysteme der Schulen in naher Zukunft so kontrollieren, dass der Einkauf von Pellets, Holzhackschnitzeln oder Heizöl besser koordiniert werden kann. „Indem wir die Anlieferung bündeln, können wir Geld sparen. Außerdem wird die Anlieferung umweltfreundlicher, denn die Tank- und Lastwagen können gleich mehrere Schulen anfahren“, erläutert Schuldezernent Oliver Grobeis.

 

Dazu gibt es am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) ein gemeinsames Pilotprojekt des für die Schulen zuständigen Bau- und Immobilienmanagements Odenwaldkreis (Bimo) und einer Tochtergesellschaft der Entega AG. Wie der bei Bimo angesiedelte Klimaschutzmanager Frank Slawik erläutert, ist am Heizöltank der Schule vor kurzem ein Füllstandssensor installiert worden. Über ein LoRaWAN-Funknetz wird von der in Michelstadt stehenden Schule dem in Erbach ansässigen Bau- und Immobilienmanagement regelmäßig gemeldet, wie voll der Tank noch ist. Es muss keiner mehr vor Ort nachsehen, was nicht zuletzt die Hausmeister entlastet.

 

„Das Projekt zeigt, was das ,Internet der Dinge‘ vermag“, so Grobeis. „Wir wollen diese entscheidende Zukunftstechnologie in unseren Schulen nutzen.“ Mit dem Begriff „Internet der Dinge“ ist gemeint, dass Informationen von Dingen (hier: aus dem Öltank) in ein Netzwerk eingespeist werden, um sie verarbeiten zu können.

 

„Ich freue mich, dass dieses Pilotprojekt gerade am BSO stattfindet und wir als Berufliche Schulen mit technologischen Schwerpunkten helfen können, hier neue Maßstäbe zu setzen“, so Schulleiter Wilfried Schulz. Slawik fügt hinzu, dass das Funknetz wenig Energie verbrauche und zuverlässig funktioniere – auch über eine hohe Reichweite hinweg. Die entsprechende Antenne befindet sich auf dem Dach des Hauses der Energie in Erbach, in dem auch das Bimo untergebracht ist. LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“.

 

Für Grobeis, der auch der Bimo-Betriebskommission vorsitzt, passt die moderne Heizungskontrolle gut zur Strategie des Odenwaldkreises als Schulträger. „Wir investieren bereits viel in umweltfreundliche Heizungssysteme und die Gewinnung von Sonnenenergie in unseren Schulen. Die neue Technik, die wir jetzt am BSO testen, fügt sich in dieses Konzept nahtlos ein.“

 

 

 

 

 

 


29.08.2019


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