Kunstschaffende für mehr Austausch und gemeinsamen Internetauftritt

Ideensammlung: Kulturschaffende und –interessierte tauschen sich mit Dr. Beate Kegler (stehend) in der Kleinkunstkneipe „Alte Post“ in Brensbach aus. Insgesamt gab es drei weitere dieser Workshops im Odenwaldkreis.

Ideensichtung: Ute Naas vom Kulturmanagement des Odenwaldkreises schaut sich die in den Workshops gesammelten Vorschläge an und wertet sie aus. An ihnen wird nach der Sommerpause weitergearbeitet.

Die Arbeit an einem Kulturkonzept für den Odenwaldkreis ist einen wichtigen Schritt weitergekommen: In vier Workshops haben sich jüngst Kunstschaffende ausgetauscht und Ideen für ein noch lebendigeres kulturelles Leben geäußert. Die Treffen mit insgesamt mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fanden in den Regionen Erbach/Michelstadt, Unterzent, Gersprenztal und Oberzent statt und waren fast alle ausgebucht.

 

In allen Diskussionsrunden wurde besonders der Wunsch nach mehr Vernetzung deutlich, etwa unter den bildenden Künstlerinnen und Künstlern, die auf Kreisebene und in einzelnen Kommunen zwar schon relativ gut miteinander verbunden sind, sich aber einen noch engeren Austausch wünschen. Besser als bisher müssen nach Ansicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Veranstaltungsorte und Veranstalter sowie Kunstschaffende der unterschiedlichen Sparten, zum Beispiel Musik, Lesungen und Kleinkunst, voneinander wissen. Das soll mit Hilfe einer Internetplattform geschehen. Ebenfalls gewünscht ist ein einfach zu bedienender Veranstaltungskalender. Ein weiteres Projekt könnte die Einrichtung einer Kunstschule sein.

 

Derzeit werden die vielen Beiträge der Kunstschaffenden und -interessierten von den beiden Moderatoren Dr. Beate Kegler und Christian Müller-Espey ausgewertet. Sie sind Mitarbeiter am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, das von Prof. Dr. Wolfgang Schneider geleitet wird. Schneider begleitet den Prozess der Kulturentwicklung im Odenwaldkreis und hielt bei jedem Workshop einen Impulsvortrag. Das Institut hat einen ähnlichen Prozess bereits im Landkreis Peine begleitet. Angestoßen worden war der Weg im Odenwaldkreis von Landrat Frank Matiaske. Den Auftakt hatte im März dieses Jahres eine ebenfalls gut besuchte Veranstaltung in Michelstadt gebildet.

 

Auch der Landrat besuchte jeden Workshop und dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Mitarbeit an der Kulturentwicklung im Odenwaldkreis. „Die Kunst- und Kulturszene bei uns ist unglaublich vielfältig und hat eine hohe Qualität. Das muss uns innerhalb des Odenwaldkreises noch viel bewusster werden, und damit können wir auch in der Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Region werben.“ 

 

Kegler und Müller-Espey würdigten das große Engagement der Kunstschaffenden, Veranstalter und der Politik für eine lebendige und vielseitige Kulturlandschaft.

 

An der Auswertung der Workshops wird Ute Naas vom Kulturmanagement des Odenwaldkreises nach der Sommerpause mit einem Kulturforum weiterarbeiten, das aus Akteuren der Kunst- und Kulturszene des Odenwaldkreises besteht. Für die Planungen, die ein Kulturleitbild mit der Ausarbeitung einer Erkennungsmarke für den Odenwald zum Ziel hat, sind etwa vier Jahre veranschlagt.

 


11.06.2019


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen