Odenwaldkreis will mit vielfältiger Kultur werben

Skulptur: die „Venus von Breuberg“, geschaffen von Gerhard Menzer beim Bildhauersymposion „Stone & Wood“ 2012. Das Kunstwerk gewann bei dem von der Bürgerstiftung Breuberg veranstalteten Symposion den Publikumspreis. Das Künstler-Treffen findet alle zwei Jahre statt und ist überregional bekannt.

Jeder verbindet den Odenwaldkreis mit schöner Natur. Dass sich auch seine Kunst- und Kulturszene sehen lassen kann, wissen dagegen noch nicht alle. Den kulturellen Reichtum wahrnehmbar zu machen, ist im ländlichen Raum schwerer als in einem Ballungsraum. Weder weiß die Bevölkerung in ländlichen Gebieten in aller Regel, wie vielfältig „ihre“ Kunst und Kultur ist, noch ist dies in den nahegelegenen Städten und Großstädten außerhalb jener Regionen bewusst.

 

Das soll sich für den Odenwaldkreis ändern. Gemeinsam mit den Kulturschaffenden will Landrat Frank Matiaske die Kulturarbeit stärken und deren Präsenz in den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar stärken. Dazu soll eine eigene Kulturmarke geschaffen werden.

 

Zum Auftakt lädt der Odenwaldkreis alle Kulturinteressierte, Künstler, Kulturveranstalter sowie die Politik zu einer Veranstaltung am Mittwoch, 13. März 2019, um 19 Uhr ins Patat e. V., Michelstadt, ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Unter dem Titel „Odenwald – Avantgarde. Starke Marke: Unsere Kunst & Kultur“ geht es dabei unter anderem um bereits vorhandene Stärken der Kulturarbeit und die Notwendigkeit von Unterstützung sowie um die Frage, wie es den Kunst- und Kulturschaffenden im ländlichen Raum gelingt, möglichst viele Menschen zu erreichen. Der Kulturwissenschaftler Professor Wolfgang Schneider von der Universität Hildesheim wird über den Weg zu einer Kulturentwicklung im Odenwaldkreis berichten und über die Besonderheiten der Kulturarbeit im ländlichen Raum informieren.

 

In den Prozess der Arbeit an der Odenwälder Kulturmarke sollen möglichst viele Meinungen aus der interessierten Bevölkerung einfließen. Deswegen bekommt in der Veranstaltung am 13. März jeder Teilnehmer einer Karte, auf der er kurz seine Einschätzungen mitteilen kann. Wer nicht zu dem Abend kommen kann, kann sich gerne vorher bei Ute Naas vom Kulturmanagement Odenwaldkreis melden, am besten unter ihrer Mail-Adresse u.naas@odenwaldkreis.de. Die drei Fragen lauten: Kultur im Odenwald – Was fällt Ihnen hierzu spontan ein? / Kunst im Odenwald – Was fällt Ihnen hierzu spontan ein? / Welche Anregungen für die künftige Kulturarbeit im Odenwald haben Sie?

 

Mit allen in der Auftaktveranstaltung gesammelten Anregungen sind danach in der Kunst und Kultur Tätige eingeladen, am Freitag, 31. Mai, oder am Samstag, 1. Juni, an einem Workshop in der Nähe ihres Wohnorts teilzunehmen und so die Kulturentwicklung im Odenwaldkreis mitzutragen. Die Workshops finden in der Oberzent, der Unterzent sowie im Gersprenz- und im Mümlingtal statt. Anmeldungen zu den Workshops nimmt Ute Naas gerne entgegen, entweder per Mail oder unter der Telefonnummer 06062 70-217.


04.03.2019


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