Abwechslungsreiche Interpretationen von Burgen und Schlössern

Schaffenskraft: Zwölf Kunstschaffende aus dem Odenwaldkreis präsentieren ihre Werke im Landratsamt. Der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis (links) und Ute Naas vom Kulturmanagement des Kreises (zweite von links) heißen sie willkommen. Sie stehen am Modell einer Burganlage, das von Schülern der Ernst-Göbel-Schule unter der Leitung ihres Kunstlehrers Manfred Seifert (fünfter von rechts) angefertigt wurde. Seifert zeigt in der Ausstellung auch eigene Werke.

Vernissage: Die ersten Besucher der Ausstellung schauen sich im Landratsamt Kunstwerke der zwölf Odenwälder Künstlerinnen und Künstler an.

Wofür man sonst viele Stunden bräuchte, gelingt in diesen Tagen im Landratsamt auf kurzem Wege: eine Reise zu Odenwälder Schlössern und Burgen. Zwölf Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Interpretationen bekannter historischer Bauwerke wie beispielsweise der Burg Breuberg, der Ruine Rodenstein und der Schlösser in Erbach und Michelstadt-Steinbach. „Vom Ruurestoe zum Grafehaus“ ist die Gemeinschaftsausstellung betitelt, die der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis am gestrigen Abend eröffnet hat.

 

„Die Baumeister der Burgen und Schlösser waren Künstler in ihrer Zeit. Die Ausstellung ruft ihr Schaffen in Erinnerung und ermöglicht zugleich neue Ansichten, je nach dem Blick, die die zwölf Odenwälder Kunstschaffenden ihrem jeweiligen Objekt gewidmet haben“, so Grobeis. Im Landratsamt werden regelmäßig Ausstellungen gezeigt; die letzte in einem Jahr ist immer eine, an der mehrere Künstler beteiligt sind.

 

In der aktuellen Ausstellung, die bis zum 25. Januar 2019 dauert, zeigen drei Künstler ihr Werk zum ersten Mal in der Behörde: Annette Büttner aus Michelstadt mit drei Bildern in unterschiedlichen Stilrichtungen und das Ehepaar Sëping Sybille Berger-Jenisch und Wolfgang Jenisch aus Erbach, deren Kunst sich um Papier beziehungsweise Fotografie dreht.

 

Die Fotografie haben außerdem Wolfgang Häder aus Breuberg und Margarete Gerbig aus Bad König zur Grundlage ihrer Werke gemacht. Maria Eigl aus Michelstadt-Steinbuch, Edel Maas aus Oberzent-Beerfelden und Dieter Klapproth aus Mossautal sind mit Aquarellbildern in der Ausstellung vertreten, Heidi Hoffmann aus Bad König mit Acryl- und Mischtechnik auf Naturholz. Bilder in Acryl zeigen Heide Schmidt-Zitzmann aus Michelstadt und Dorothee Schnarr aus Lützelbach. Zu den Werken, die Manfred Seifert, Michelstadt, beigesteuert hat, gehört auch eines mit mehreren, aus dem Nussbaum gewonnenen Materialien. Insgesamt sind rund 40 Bilder zu sehen. Zudem wurde ein großes Gips- und Ton-Modell einer Burganlage aufgestellt, das Seifert als Kunstlehrer an der Ernst-Göbel-Schule in Höchst mit einer Klasse gebaut hat.

 

„Eine solch umfang- und abwechslungsreiche Schau wie diese hatten wir noch nie“, sagte Ute Naas vom Kulturmanagement des Odenwaldkreises. Thematisch verbunden ist die Ausstellung mit dem diesjährigen Krimi-Schreibwettbewerb, den der Kreis unter der Regie von Naas veranstaltet hatte. Grobeis dankte ihr für ihren Einsatz und wies auf Vorhaben des nächsten Jahres hin – auf schon geplante Ausstellungen genauso wie auf die Arbeit an einer besseren Vermittlung dessen, was künstlerisch im Odenwaldkreis geleistet werde. „Der Kreis kann über Kunst und Kultur in den nahegelegenen Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar sehr gut präsentiert werden. Das wollen wir künftig noch professioneller machen.“

 

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von David Schlesier (Trompete) und Jeremias Schlesier (Posaune) aus Reichelsheim, die mit ihrem Vater Bernhard Schlesier (E-Piano) zwei Stücke aufführten. Die Brüder sind bei Jugend-musiziert-Wettbewerben bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Grobeis dankte ihnen und überreichte ihnen als Anerkennung eine Geldspende der Odenwald-Stiftung. „Wir werden euren Weg mit großem Interesse weiterverfolgen.“

 

Die Ausstellung ist montags, dienstags und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr sowie donnerstags von 8.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Darüber hinaus können mit Ute Naas unter der Rufnummer 06062 70-217 und der Mailadresse u.naas@odenwaldkreis.de Termine vereinbart werden.

 


29.11.2018


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