VHS und Industrievereinigung Odenwaldkreis vereinbaren Bildungskooperation

Gute Zusammenarbeit: Landrat Frank Matiaske (zweiter von links) unterzeichnet eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Odenwaldkreis und der Industrievereinigung Odenwaldkreis. Sie ist vertreten durch die Vorstandsspitze Jürgen Walther, Rudolf Burjanko und Christian Mühlhäuser (von links). Foto: Manfred Giebenhain

Um die Personalentwicklung in Unternehmen zu fördern und Mitarbeitern Qualifizierungsangebote zu machen, haben die Volkshochschule (VHS) Odenwaldkreis und die Industrievereinigung Odenwaldkreis (IVO) eine förmliche Zusammenarbeit beschlossen. Landrat Frank Matiaske sowie Jürgen Walther und Rudolf Burjanko, der Erste und der Zweite Vorsitzende der IVO, haben die entsprechende Vereinbarung gestern Abend in Erbach unterzeichnet.

 

Matiaske würdigte die Bildungskooperation als vorbildlich für ein „vernetztes Vorgehen“. „Organisationen können mehr erreichen, wenn sie sich zusammen engagieren – nicht zuletzt in der beruflichen Bildung, die immer wichtiger wird.“ Auch Bildungsdezernent Oliver Grobeis lobte die Partnerschaft von VHS und IVO als gutes Beispiel für das Vorgehen des Odenwaldkreises im Rahmen des Modellprojekts „Bildung integriert“. Er sagte: „Bildung muss jenseits althergebrachter Grenzen künftig integriert gedacht und möglichst in Kooperationen angeboten werden.“ Die Leiterin der VHS, Dr. Ilona Agoston, sieht in der Vereinbarung mit der IVO gerade für kleine und mittelständische Betriebe viele Vorteile, die in der Regel nicht die personellen Ressourcen für die Personalentwicklung hätten. „Diese Aufgabe nehmen wir ihnen ab.“

 

Die IVO äußerte: „Für jeden Unternehmer ist es ein Gebot der Stunde, sich mit dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt auseinanderzusetzen, Chancen für das eigene Business auszuloten, aber genauso das Thema Datensicherheit im Blick zu behalten. Durch die Kooperation mit der VHS möchten wir die IVO-Mitgliedsbetriebe auf dieses wichtige Seminarangebot aufmerksam machen.“

 

Laut der Vereinbarung werden jene Kurse im Programmheft der VHS besonders ausgewiesen, bei denen die IVO der Kooperationspartner ist. Auf das Entgelt für diese Kurse bekommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Mitgliedsunternehmen der IVO einen Nachlass von zehn Prozent. Beispiele dafür gibt es bereits im aktuellen Heft, denn schon vor der jetzt unterzeichneten Vereinbarung haben VHS und IVO miteinander kooperiert. So werden etwa Webinare zur Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und Datensicherheit angeboten. Außerdem hatte die VHS im Sommer gemeinsam mit einer Fachanwältin drei Unternehmensschulungen zur neuen Datenschutz-Grundverordnung organisiert, an denen rund 100 Firmenvertreter teilnahmen. „Wir haben Kontakte zu den besten Referenten und können auch kurzfristig Fortbildungen und Schulungen zu fachbezogenen Themen organisieren“, so Agoston.


07.11.2018


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