Der Lebens- und Leidensweg von Margarete Oppenheimer-Krämer

Historisches Dokument: Das Bild zeigt die so gennannte Judenkennkarte von Margarete Oppenheimer-Krämer – ausgestellt im Jahr 1939 vom Landkreis Dieburg, zu dem Fränkisch-Crumbach seinerzeit gehörte.

Fünfzehn Jahre lang hat sich die Autorin Barbara Linnenbrügger mit einer außergewöhnlichen Frau, der Jüdin Margarete Oppenheimer-Krämer, befasst und ein Buch über sie geschrieben. Sie  stellt ihr lesenswertes Werk „Lebenslinien zwischen Kaiserreich und Holocaust. Margarete Oppenheimer-Krämer und ihre Familie“ am Mittwoch, 19. September, um 19 Uhr im Landratsamt in Erbach, Michelstädter Straße 12, vor.

 

Margarete Krämer wurde 1892 in Mannheim geboren und studierte in Heidelberg und anderen Städten Mathematik und Naturwissenschaften. Danach unterrichtete sie in einem Gymnasium in Litauen. Nach ihrer Heirat mit dem Zigarrenfabrikanten Moritz Oppenheimer lebte sie von 1924 bis 1939 in Fränkisch-Crumbach. Durch Flucht ins Ausland konnten ihre sechs Kinder vor den Gräueltaten des Nazi-Regimes gerettet werden. Sie und ihr Mann wurden 1942 in Auschwitz ermordet.

 

Das reich bebilderte Buch ist in zweiter, überarbeiteter Auflage erschienen und kostet 25 Euro. Linnenbrügger sagt, die Arbeit daran habe sie wachgerüttelt, „mich erneut mit meinem persönlichen Erbe des Nazifaschismus, meinen ,Gefühlserbschaften‘, auseinanderzusetzen“. Deshalb gebe sie in diesem Buch auch einen Einblick in ihren eigenen Weg.

                                                                                                                                                                                                                                                                              


14.09.2018


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