Anspruch auf Pflegeleistungen

Pflegeversicherungsleistungen müssen bei der zuständigen Pflegekasse (Erstantrag) beantragt werden. Die Pflegekasse beauftragt dann den medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit einem Gutachten, um die Pflegebedürftigkeit und ihre Schwere festzustellen.

 

Wer Anspruch auf Pflegeleistungen hat, ist im Sozialgesetzbuch XI (SGB XI), Paragraph 14 geregelt. Dort heißt es sinngemäß „pflegebedürftig sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen“. Dabei muss es sich um Personen handeln, die ihre körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen, gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können. Wichtig ist auch, dass es sich nicht um eine vorrübergehende Beeinträchtigung bzw. einen vorrübergehenden Hilfebedarf handelt, sondern dass dieser auf Dauer gegeben sein muss. Auf Dauer heißt für den Gesetzgeber für voraussichtlich mindestens 6 Monate. Das ist wichtig, um akute Erkrankungen von Pflegebedürftigkeit abzugrenzen.

 

Eine weitere formale Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung ist die Erfüllung einer Vorversicherungszeit von 2 Versicherungsjahren innerhalb der letzten 10 Jahre* vor Antragstellung.

 

*Abweichende Regelung für Kinder – sprechen Sie uns an!

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen