Bereits 2020 verabschiedeten die Landkreise Odenwaldkreis, Darmstadt-Dieburg, Offenbach und die Stadt Darmstadt gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund Entwicklungsziele zur Zukunft der Odenwaldbahn: In der sogenannten „Erbacher Erklärung“ verständigte man sich auf mehrere Maßnahmen, die den Ausbau der Odenwaldbahn betreffen, etwa die Beförderung von mehr Fahrgästen, einem flexibleren Fahrplan und dem Einsatz von emissionsarmen Zügen. Nach Umsetzung der dort festgelegten kurz- und mittelfristigen Maßnahmen erfolgte kürzlich die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung zum infrastrukturellen Ausbau der Odenwaldbahn. Unterzeichner dieser Vereinbarung sind das Land Hessen, DB InfraGO, DB Energie und der RMV als Aufgabenträger.
Zu den konkreten Aktionen gehört die Verlängerung der Bahnsteige für den Einsatz längerer Züge. Zudem ist der Bau von zwei Kreuzungsbahnhöfen in Mühltal und in Hetzbach geplant, um zusätzliche Zugverbindungen zu ermöglichen – damit kann ein noch dichteres Fahrplanangebot offeriert werden. Darüber hinaus sollen auf der Strecke künftig Züge eingesetzt werden, die leiser und emissionsarm fahren.
Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises, begrüßt die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung: „Ich freue mich sehr darüber, dass die festgehaltenen Ziele der ‚Erbacher Erklärung‘ realisiert werden. Die Bürgerinnen und Bürger des Odenwaldkreises profitieren damit zukünftig von einer verbesserten Bahnanbindung und einer zuverlässigen Beförderung durch die Odenwaldbahn. Dies trägt zur Zukunftsfähigkeit unseres Kreises bei und sorgt für verbesserte Rahmenbedingungen rund um den wichtigen Bereich Nahverkehr. Die Unterzeichnung ist daher ein wichtiges Signal, genauso die Botschaft, dass Diesel perspektivisch der Vergangenheit angehört.“
Mit der Planungsvereinbarung rückt der weitere Ausbau der Odenwaldbahn ein Stück näher. Nachdem die Strecke bereits vor 20 Jahren massiv ausgebaut wurde, wird die Odenwaldbahn nun nochmals für eine leistungsstarke Perspektive im ländlichen Raum gestärkt.