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(Cyber-)Mobbing: Zum Schutz Betroffener handeln

Mobbing ist eine besondere Konflikt- und Gewaltproblematik, deren Auflösung sowohl in der Arbeitswelt wie auch im schulischen Alltag eine große Herausforderung darstellt. Länger andauerndes Mobbing macht sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene krank. In fast allen Schulklassen und -formen finden sich aktuellen Untersuchungen zufolge Mädchen und Jungen, die über längere Zeit hinweg von Mitschülerinnen und Mitschülern gehänselt, geschlagen, bedroht oder auf andere Weise gedemütigt werden. Sie leiden in aller Regel sehr darunter und sind den Attacken oft schutzlos ausgesetzt.

 

Häufig können die Betroffenen so eine Situation nicht allein bewältigen. Sie brauchen Unterstützung von außen, das heißt von Seiten Dritter beziehungsweise Erwachsener. Aber nicht nur die Betroffenen selbst leiden unter dem Mobbing: Auch wer das Mobbing mitbekommt, wer helfen möchte oder wer Angst hat, die oder der Nächste zu sein. Mobbing vergiftet das Klassenklima und wirkt sich negativ auf jeden Einzelnen der Klassengemeinschaft aus.

 

Seit Jahren bietet die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises mit Erfolg die Interventionsmethode des No Blame Approach als lösungsorientiertes Vorgehen in der Tradition systemischer und kurzzeittherapeutischer Ansätze von Steve de Shazer und Insoo Berg an. Diese Methode steht im Gegensatz zur problemorientierten Vorgehensweise, also zu jenen Verfahren, die davon ausgehen, dass Veränderung in Richtung einer gewünschten Lösung stets eine Problemperspektive oder -analyse voraussetzt.

 

Die Vorgehensweise des No Blame Approach zielt ausschließlich darauf ab, Mobbing zu stoppen. In der pädagogischen Arbeit erleichtert die konsequente Lösungsorientierung das Beheben des Mobbing-Problems, weil keine langwierigen Prozesse der Ursachenanalyse, Schuldzuweisungen und Sanktionierungen eingeleitet werden müssen. No Blame Approach gibt zudem ein einfaches Instrument an die Hand, zum Wohl und Schutz der Mobbing-Betroffenen zu handeln. Das Training dauert einen Tag. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind danach in der Lage, dieses Instrument einzusetzen und Mobbing zu stoppen.

 

Der nächste Fachtag zum Thema (Cyber-)Mobbing im Odenwaldkreis ist für Freitag, 18. März 2016, 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr, bei der Kinder- und Jugendförderung, Relystraße 20 in Michelstadt geplant. Insgesamt können zehn Personen teilnehmen. Angesprochen sind Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schule. Die Kosten betragen 40 Euro. Für Mittagsverpflegung muss selbst gesorgt werden.

 

Die Veranstaltung wurde akkreditiert. Die Teilnehmer/-innen erhalten eine Seminarmappe und die Teilnahme wird bescheinigt (Fortbildungsdauer ein Tag).

Anmeldungen nimmt die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises unter Telefon 06062 70-3915 oder per E-Mail an die Adresse kijufoe@odenwaldkreis.de entgegen.


17.02.2016

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen