Aktuelles

"Sie können sehr stolz auf sich sein"

Worte des Dankes für ehrenamtlichen Einsatz in der Flüchtlings-Notunterkunft in Michelstadt: Beim Helferfest am 26. Januar 2016 in Erbach sprachen (von rechts) Bürgermeister Stephan Kelbert (Michelstadt), Kreisbrandinspektor Horst Friedrich, Landrat Frank Matiaske sowie Bürgermeister Harald Buschmann (Erbach) allen Helferinnen und Helfern, egal ob aus Hilfsorganisationen oder ungebunden, ihre Anerkennung aus.

Für Dienstag, 26. Januar 2016, hatte der Odenwaldkreis alle Helferinnen und Helfer, die bei der Errichtung oder dem Betrieb der Flüchtlings-Notunterkunft in Michelstadt Hand angelegt hatten, zu einem Fest eingeladen. Mit diesem Abend sollten das Engagement und die hohe Einsatzbereitschaft der Hilfsorganisationen und der freien Helfer gewürdigt werden. Seit dem 8. Oktober 2015 sind rund 4.500 Flüchtlinge in der Notunterkunft aufgenommen worden, von denen aber ein Großteil zu anderen Zielen weiterreiste. Für den Betrieb in der Industriehalle in Michelstadt ist seit dem 1. Dezember 2015 das Deutsche Rote Kreuz zuständig.

 

Nachdem der Fanfarenzug des CV Ulk Erbach die Veranstaltung eröffnet hatte, begrüßte Landrat Frank Matiaske die Gäste in den Erbacher Bierhallen: „Mein Dank und der des ganzen Odenwaldkreises gilt Ihnen allen. Sie haben dafür gesorgt, dass die Notunterkunft in der Kürze der Zeit eingerichtet und danach auch reibungslos betrieben werden konnte. Wie gut das gelungen ist, zeigt die Tatsache, dass heute noch, vier Monate nach Inbetriebnahme, 90 Prozent der Dinge Bestand haben, die in den ersten Tagen eingerichtet wurden, und nicht nachgebessert werden mussten. Egal ob in Feuerwehr, Technischem Hilfswerk oder Deutschen Roten Kreuz organisiert oder als ungebundener Helfer, Ihre ehrenamtliche Arbeit verdient meine Anerkennung.“ Doch nicht nur die ehrenamtlichen Kräfte lobte der Landrat. Sein Dank galt auch den Bürgermeistern Stephan Kelbert (Michelstadt) und Harald Buschmann (Erbach), dem Vermieter der Halle am Relypark, den Firmen, die mit dafür sorgten, dass die Industriehalle zu einer menschenwürdigen Unterkunft wurde, den Bundeswehrsoldaten und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Verwaltung.

 

Den Dankesworten des Landrats schlossen sich die angesprochenen Bürgermeister an. „Sie haben Verantwortung in einer schwierigen Situation übernommen, das ist nicht selbstverständlich“, sagte Buschmann, während Kelbert die Solidarität hervorhob, die im Odenwaldkreis gezeigt worden und noch immer präsent sei. Auch Kreisbrandinspektor Horst Friedrich betonte die Gemeinschaftsleistung, die vollbracht worden ist: „Den Zusammenhalt, den wir in dieser Zeit erlebt haben, hätten wir durch keine Übung erreichen können. Ich bin stolz auf Sie und Sie können sehr stolz auf sich selber sein.“

 

Ein kleines Rahmenprogramm des Abends gestaltete der CV Ulk Erbach mit der Vorstellung des Kinderprinzenpaares Anabel I. und Lukas II., das ein Helau auf die Flüchtlingshelfer ausbrachte. Außerdem präsentierten die Garde-Zwerge ihren Tanz. Zum Abschluss trat die Bauchtänzerin Stella Stegmann (Beerfelden-Olfen) auf. Für die Bewirtung waren die HSG Erbach/Dorf-Erbach und der CV Ulk zuständig. Während des gemütlichen Beisammenseins sorgte die Gruppe „Bob is your uncle“ für die musikalische Untermalung. Gesponsert wurde die Veranstaltung von der Hirsch-Apotheke Michelstadt, dem Rotary-Club Erbach-Michelstadt und dem Land Hessen.


27.01.2016

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen