Aktuelles

Mit der Volkshochschule nachträglich zum Hauptschulabschluss

Mit einem wichtigen Angebot wartet die neue Leiterin der Volkshochschule Odenwaldkreis, Dr. Ilona Agoston, auf: Im Januar 2018 wird der erste Kurs zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses starten. Dazu gibt es am 24. Oktober 2017 um 17:00 Uhr im Raum Europa des Landratsamtes in Erbach, Michelstädter Straße 12, eine Informationsveranstaltung, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

 

Der Kurs, mit dem eine Bildungslücke im Odenwaldkreis geschlossen wird, umfasst einen Unterrichtszyklus von 500 Stunden und wird dreimal pro Woche in den Abendstunden angeboten. Besonders geeignet ist dieser Kurs für Menschen ohne Schulabschluss, für Menschen, die sich weiterentwickeln wollen, oder die keinen Schulabschluss im deutschen Bildungssystem haben. Ebenso ist er geeignet für Arbeitssuchende, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern wollen. Agoston hat hierzu eine Reihe von erfahrenen Lehrkräften gewonnen, die einen erfolgreichen Hauptschulabschluss bei kontinuierlicher Mitarbeit garantieren. Die fachliche Leitung hat Silke Weis übernommen, die als Expertin für den Hauptschulabschluss im Odenwaldkreis hohes Ansehen genießt.

 

Neu ist, darüber freut sich Agoston besonders, dass mit der Industrievereinigung Odenwaldkreis (IVO) sowie mit der Ehrenamtsagentur wichtige Partner beteiligt sind, die das Vorhaben nachhaltig unterstützen werden. „Die Volkshochschule Odenwaldkreis ist für diesen Kurs bestens geeignet, da sie für diesen Bereich eine entsprechende Zertifizierung hat“, so Agoston. Damit verbinde sich auch die Berechtigung, Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit oder des Job-Centers einzulösen, stellt sie einen weiteren Pluspunkt heraus.

 

„Wir wollen niemanden zurücklassen, vor allem mit Blick auf die inzwischen erheblichen Anforderungen der digitalen Bildungsgesellschaft“, so Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis, der die Neuausrichtung der Volkshochschule mit der Einrichtung solcher Angebote verbunden hat. „Denn wenn wir heute in Bildung investieren“, sind sich Grobeis und Agoston einig, „reduzieren wir morgen die öffentlichen Leistungen für Arbeitslosigkeit“.

 

Ebenso sieht es Jürgen Walther, der Vorsitzende der Industrievereinigung Odenwaldkreis, der die Betriebe und Unternehmen in dieses Netzwerk einbringen wird: „Wir können mit diesem Projekt kurzfristig und unbürokratisch zusammen Gutes bewirken“, so Walther, der mit diesem Baustein eine gute Chance für die Unternehmen im Landkreis sieht, lebenserfahrene Mitarbeiter ohne formellen Abschluss zu qualifizieren und weiteres Personal zu gewinnen.

 

„Wir hoffen und gehen davon aus, dass diesem Kurs weitere Kooperationen von Volkshochschule und IVO folgen werden“, so das einmütige Resümee der an dem Projekt Beteiligten.

 

 


29.09.2017

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen