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Bundesverkehrswegeplan: Landrat zeigt sich erfreut über aktuelle Entwicklung

Die Hoffnung auf eine spürbare Entlastung der Pendlerinnen und Pendler aus dem Odenwaldkreis und dem benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg sieht der Landrat des Odenwaldkreises Frank Matiaske nach der Veröffentlichung des neuen Bundesverkehrswegeplans bestärkt. Nach dem ersten Einblick in die aktuelle Übersicht des Bundesverkehrsministeriums begrüßt Matiaske nachdrücklich die Einstufung der B-38-Umgehung für Groß-Bieberau und des vierspurigen Ausbaus der Bundesstraße 45 zwischen Groß-Umstadt und Dieburg in den sogenannten vordringlichen Bedarf. Dies trifft darüber hinaus auch zu auf die B-38-Ortsumgehungen Mörlenbach und Rimbach im Kreis Bergstraße.

 

Auch die Tatsache, dass in dem alle fünf Jahre erneuerten Plan die Projekte der B-426-Umgehung für Reinheim und die B-26-Südumgehung für Babenhausen im „weiteren Bedarf“ aufgeführt sind, bewertet der Odenwaldkreis-Landrat positiv. Die Maßnahmen befinden sich zwar alle außerhalb des Odenwaldkreises, doch besteht auch hier der Wunsch, dass Engpässe im Interesse von Pendlern, Gewerbetreibenden und Industriebetrieben möglichst bald beseitig werden.

 

Die Chancen für die Realisierung der unter dem vordringlichen Bedarf eingeordneten Vorhaben sind nach Ansicht der Fachleute in den südhesssischen Kreisen erheblich gestiegen. Die politisch Verantwortlichen in Groß-Bieberau hatten sich der Unterstützung der umliegenden Kommunen ebenso vergewissert wie der klaren Fürsprache durch die Landräte. Die hatten seit langem schon die große Belastung erkannt, der sich Beschäftigte ausgesetzt sehen, die täglich mit dem Pkw in die Ballungszentren zum Arbeitsplatz fahren müssen. Nun seien die auf nachhaltige Entlastung abzielenden Projekt-Anmeldungen durchgesetzt, schreibt Frank Matiaske in einem Bericht für die Medien.

 

Er bezieht diese Anmerkung auf beide im Bundesverkehrswegeplan avisierte Maßnahmen: Zum Einen den Ausbau der B 45 auf einer Strecke von rund sechs Kilometer zwischen der unmittelbar an den Odenwaldkreis angrenzenden Stadt Groß-Umstadt und Dieburg, zum Anderen aber auch auf die seit drei Jahrzehnten diskutierte B-38-Umgehung für Groß-Bieberau, weil sich über diese Verbindung neben den Pendlerströmen aus dem Gersprenztal auch viel Schwerlastverkehr bewegt. Von einem Ausbau der zu den Hauptverkehrszeiten häufig von Staus betroffenen Süd-Nord-Ader B 45 verspricht sich Landrat Matiaske vor allem eine bessere Anbindung an die Autobahnen der Rhein-Main-Region, damit kürzere Fahrzeiten und weniger Stress für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: „Das ist dringend notwendig“.

 

Allerdings merkt Matiaske auch an, dass die Einstufungen von Umgehungen und Ausbauten in den vordringlichen Bedarf längst nicht gleichzusetzen sind mit einem Baubeginn in nächster Zeit und der daraus folgenden Beseitigung der gravierenden Engpässe. Denn die Erfahrungen mit den vorausgegangenen Plänen zeigen, dass so manches darin genannte Vorhaben nach wie vor darauf wartet, endlich verwirklicht zu werden.

 

Deshalb wird eine Aufgabe der Kreispolitik sein, auf eine zügige Abwicklung der Projekte zu drängen. Eine zweite Aufgabe ist es, bis zur Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans in fünf Jahren mit allen Beteiligten konkrete Vorschläge für die Verbesserung innerhalb des Odenwaldkreises auszuarbeiten.

 

Die Straßenverkehrsbehörde des Odenwaldkreises macht ergänzend zu den Ausführungen des Landrats darauf aufmerksam, dass es sich beim nun vorliegenden Bundesverkehrsplan um einen Referentenentwurf handelt, der Plan somit noch nicht rechtsbeständig ist. Nach der Veröffentlichung haben Bürgerinnen und Bürger  sowie Institutionen einen Monat Zeit für Einsprüche, die das Bundesverkehrsministerium bewertet. Anschließend wird von dort ein Gesetzesentwurf erstellt, dem als Anlage die endgültige Fassung des Bundesverkehrswegeplans 2030 beigefügt ist. Sie wird dem Bundestag zur Verabschiedung vorgelegt. Erst danach erlangt er Bestandskraft.


18.03.2016

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen