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Bedarfsorientierte Beratung und Betreuung für Migranten

Die gemeinnützige Gesellschaft Integration in Arbeit (InA) ist vom Kreisausschuss des Odenwaldkreis mit Maßnahmen zur bedarfsorientierten Beratung und Betreuung für Migranten beauftragt worden. Noch im Laufe des Frühjahrs 2016 sollen diese Maßnahmen unter dem Titel „MInA / Migranten – Integration in Arbeit“ nach den Bestimmungen des Paragraphen 16 Sozialgesetzbuch (SGB) II in Verbindung mit Paragraph 45 SGB lll starten. Zur Zielgruppe zählen Personen mit Asyl- und Migrationshintergrund, die in den Rechtskreis des SGB II kommen oder sich bereits darin befinden. Sie beziehen oder beantragen Leistungen nach dem SGB II und haben ihren Wohnsitz im Odenwaldkreis. Einschränkungen bezüglich Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, vorhandenem Berufsabschluss und Berufserfahrungen bestehen nicht.

 

Durch „MInA“ soll vor allem die Fähigkeit zur Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung fördern und stärken. Die individuelle Begleitung der zugewiesenen Teilnehmer vor dem Hintergrund ihrer besonderen Bedürfnislage rückt dabei in den Blickpunkt. Beratung und aktive Unterstützung beim Erreichen von Etappenzielen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt sind Bestandteile der Maßnahme. Sie wird unter anderem diese Bausteine umfassen: Die Feststellung des Sprachniveaus und die Koordination der Sprachqualifizierung, das Erstellen eines Förder- und Aktivitätsplans, die Unterstützung bei der beruflichen Anerkennungsberatung und die Feststellung von Kompetenzen und Qualifizierungsbedarf. Darüber hinaus geht es um die Förderung und Entwicklung von Schlüsselkompetenzen sowie die Vermittlung von Kenntnissen in Arbeitskultur und Arbeitsmarkt, ferner um Praktika und Betriebsbesichtigungen sowie alles Notwendige rund um die Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

 

Die Maßnahme „MInA“ soll – voraussichtlich ab Mai 2016 – für drei Jahre laufen. Diese Zeit  wurde im Hinblick auf die Förderdauer des Qualifizierungs- und Ausbildungsbudgets des Landes Hessen in Verbindung mit dem für Flüchtlinge perspektivisch längerfristigen Betreuungsbedarf des Kommunalen Job-Centers (KJC) gewählt.  Die teilnehmerbezogene Dauer beträgt grundsätzlichhöchstens zwölf Monate. 60 Teilnehmerplätze werden zur Verfügung stehen.

 

Vom Projekt insgesamt versprechen sich die Fachleute wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Arbeit mit der Zielgruppe der Personen mit Asyl- und Migrationshintergrund, die dem KJC als Grundlage für die weitere Arbeit und den möglichen Einsatz bestimmter „Werkzeuge“ für den Integrationsprozess der Kunden dienen.


01.03.2016

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen