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„Integrationslotse Asyl“ für den Odenwaldkreis

Die Hauptabteilung II (Arbeit und Soziale Sicherung) in der Verwaltung des Odenwaldkreises sieht aktuell Bedarf an präventiver Arbeit mit Asylbewerbern, um für diese nach erfolgter Anerkennung einen länger anhaltenden Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II zu vermeiden. Zu dieser präventiven Arbeit gehören das frühzeitige Hinführen von Asylbewerbern zu Maßnahmen der Sprach- und Beschäftigungsförderung sowie deren Begleitung beim Übergang zwischen den unterschiedlichen Rechtssystemen des Bereichs Asyl, der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Job-Center. Aufgrund der steigenden Asylbewerberzahlen und der hohen wöchentlichen Zuweisungsraten können diese Aufgaben durch die beiden derzeit beschäftigten Sozialpädagogen im Bereich Asyl nicht in ausreichendem Maße erfüllt werden.

 

In seinem „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget“ stellte das Land Hessen dem Odenwaldkreis für die Integration von Flüchtlingen für die Jahre 2016 und 2017 neben Mitteln für Sprachförderung zusätzliche Zuwendungen von 136.800 Euro für die Ausbildung und Qualifizierung von Flüchtlingen in Aussicht. Die Hauptabteilung II regte an, diese Mittel für die Schaffung einer Vollzeitstelle „Integrationslotse Asyl“ zu verwenden.

 

Dieser Anregung folgte der Kreisausschuss des Odenwaldkreises bei seiner jüngsten Tagung mit einem entsprechenden Beschluss. Mit der kurzfristig zu besetzenden Vollzeitstelle „Integrationslotse Asyl“ sollen die Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen gestärkt, ihre Ausbildungsfähigkeit gesichert und das Erreichen von Ausbildungsabschlüssen ermöglicht werden. Ziel ist, durch fachlich-konsequente Qualifizierung die Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Dazu gehört das möglichst frühe Einsetzen von Sprach- und Beschäftigungsförderung bereits während des Asylverfahrens. Durch längerfristige, flexible und arbeitsmarktnahe Qualifizierung soll der Zielgruppe zur eigenständigen Existenzsicherung verholfen werden. Die Stelle wird für die Dauer von zwei Jahren beim Kreisausschuss des Odenwaldkreises eingerichtet.

 

Zur weiteren Begründung für die Maßnahme hatte die Hauptabteilung Arbeit und Soziale Sicherung auf die mit dem „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget“ des Landes verbundenen Bestrebungen verwiesen, die auf innovative Förderangebote setzen: Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten am Arbeitsplatz für Menschen mit Migrationshintergrund, die Ergänzung beruflicher Kompetenzen durch die Verknüpfung von kultursensibler Orientierung mit beruflicher Qualifizierung. Deshalb sollte die Finanzierung der Stelle des „Integrationslotsen Asyl“ über die Landesförderung erfolgen, so dass kommunale Mittel des Odenwaldkreises nicht benötigt werden.

 

Bewerberinnen oder Bewerber für die neue Stelle sollten neben den fachlichen Qualifikationen nach Möglichkeit auch über englische und arabische Sprachkenntnisse verfügen. Näherer Informationen gibt es beim Personalamt des Odenwaldkreises, Manfred Kaufmann unter Telefon 06062 70-216 oder per E-Mail an m.kaufmann@odenwaldkreis.de


26.02.2016

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen